10 Gebote der Internetsicherheit für private Internetnutzer

von Daniel Probst am in Aktuelles, Finanzen & ServiceKommentieren

Broken Internet Data Encryption Concept Illustration. Red Open Padlock Alert Icon. Internet and Networks Data Safety.

Das Internet bietet viele Möglichkeiten den Alltag einfacher zu gestalten, gleichzeitig birgt es aber auch Gefahren. Besonders Menschen, die oft im Netz oder mit dem Smartphone unterwegs sind, ist es wichtig die Sicherheitsrisiken zu minimieren. Damit Sie sicher surfen, sollten ein paar Tipps zum Schutz des Computers beachtet werden.

 

1. Gebot: Aufbau des notwendigen Basiswissens

Um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, muss man die Straßenverkehrsordnung und mögliche Stärken und Schwächen seines Fahrzeugs kennen. Ganz ähnlich ist es bei der Internetnutzung. Ohne umfassendes Anwenderwissen ist Sicherheit hier nahezu unmöglich. Das nötige Rüstzeug bekommen sie z. B. beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (https://www.bsi-fuer-buerger.de) oder im Buch „Tatort www“ von Götz Schartner, Plassen Verlag 2013.

 

2. Gebot: Updates und aktuelle Software

Updates und Aktualisierungen schließen gefährliche Sicherheitslücken, sowohl in Betriebssystemen (wie Windows oder Linux) oder Anwendungsprogrammen (Microsoft Word, Firefox usw.) als auch in Routern. Fehler, die meist schon bei der Programmierung passieren, ermöglichen es Cyber-Kriminellen, Sicherheitsfunktionen zu umgehen. Die meisten Hersteller bemühen sich, Lücken umgehend zu schließen und bieten kostenlose Sicherheits-Updates an. Denken Sie immer daran: Mit alten Betriebssystemen und ohne Sicherheits-Updates gibt es keine Sicherheit. Informationen über aktuelle Sicherheitslücken erhalten Sie unter: www.buerger-cert.de

 

3. Gebot: Surfen Sie niemals mit Admin-Rechten

Admin-Rechte erlauben es einem Benutzer nicht nur, Software zu installieren und Systemeinstellungen vorzunehmen. Viele Viren oder Trojaner benötigen sie für eine erfolgreiche Infektion und Manipulation eines Computers. Surfen oder mailen Sie daher niemals als administrativer Benutzer. Legen Sie dafür ein eigenes Benutzerkonto ohne Admin-Berechtigungen in der Benutzerverwaltung Ihres Computers an.

 

4. Gebot: Setzen Sie professionelle Antiviren-Systeme ein

Verwenden Sie eine professionelle Antiviren-Lösung für Ihren PC. Stellen Sie sicher, dass Sie die Software stets aktuell halten. Versäumen Sie es also nicht, wichtige Updates sofort zu installieren.

 

5. Gebot: Verwenden Sie immer eine Firewall und einen Router

Setzen Sie zum Schutz Ihres Heimnetzes unbedingt einen Internetzugangsrouter ein, damit fremden Computern der Zugriff über das Internet auf Ihre PCs verweigert wird. Schützen Sie Ihre Computer zusätzlich mit einer Firewall.

6. Gebot: Befolgen Sie die „Zwei-Browser-Strategie“

Die Wahl des Webbrowsers und dessen Sicherheitseinstellungen entscheiden maßgeblich darüber, wie sicher Sie sich im Internet bewegen. Befolgen Sie deshalb grundsätzlich die „Zwei-Browser-Strategie“. Installieren Sie (mindestens) zwei verschiedene Browser auf Ihrem Rechner. Meldet Bürger-CERT (www.buerger-cert.de) Sicherheitslücken in dem einen Browser, verwenden Sie den anderen, bis das Problem durch Updates gelöst wurde. Halten Sie beide Browser zusätzlich immer auf dem neuesten Stand.

 

7. Gebot: Verwenden Sie sichere Kennwörter

Verwenden Sie für jedes Benutzerkonto (eBay, Amazon etc.) ein eigenes Kennwort. Achten Sie darauf, dass es ausreichend lang (mindestens zwölf Zeichen) und komplex ist, also Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Zahlen enthält. Namen von Familienmitgliedern, Haustieren und Freunden sind ebenso tabu wie Geburtsdaten und Kfz-Kennzeichen. Auch Tastaturfolgen wie „123qwert!“§$“ bieten nicht genügend Schutz. Je länger und komplexer das Kennwort ist, desto besser sind Sie vor Identitätsdiebstahl geschützt.

 

8. Gebot: Hyperlinks

Surfen Sie mit viel Verstand und vor allem mit großer Vorsicht im Internet. Klicken Sie nicht auf jeden Hyperlink in E-Mails. Häufig verbergen sich dahinter Trojaner.

 

9. Gebot: Achtung bei E-Mail-Anlagen

E-Mails werden gerne und häufig von Kriminellen missbraucht. Warum? Absenderadressen können mit einfachsten Mitteln gefälscht werden. Für den Adressaten ist nicht mehr eindeutig erkennbar, von wem eine E-Mail stammt. Seien Sie also misstrauisch, wenn Ihnen Bekannte Nachrichten mit ungewöhnlichen Anhängen schicken. Rufen Sie den Absender am besten an, bevor Sie auf Hyperlinks klicken oder Dateien herunterladen.

 

10. Gebot: Erstellen Sie regelmäßig Back-ups Ihrer Daten

Sichern Sie Daten, die Ihnen wichtig sind, regelmäßig. Jeder Datenträger, ob Festplatte, USB-Stick, DVD oder Blu-Ray, kann physisch so beschädigt werden, dass ein Zugriff auf die gespeicherten Inhalte nicht mehr möglich ist. Ihre Fotos, E-Mails, Videos etc. können Sie also auch verlieren, ohne dass ein Virus diese löscht. Benutzen Sie externe Datenträger (USB-Stick, Festplatte, CD, DVD, Blu-Ray) und sichern Sie alle wichtigen Informationen lieber zu oft als zu selten.

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Vielen Dank an die Firma 8com, die uns diese Daten im Rahmen unserer Veranstaltung „Chancen und Risiken im Internet“ mit IT-Spezialist Erwin Markowsky zur Verfügung gestellt hat.

Quelle: 10 Gebote der Internetsicherheit für private Internetnutzer (Firma 8com)

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