ifo-Studie: Bildung zahlt sich aus

von Daniel Probst am in Aktuelles, Junge LeuteKommentieren

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„Soll ich eine Lehre machen oder ein Studium beginnen?“

Vor dieser Entscheidung stehen viele, die gerade ihr Abi bestanden haben. Wenn es ums Geldverdienen geht, ist diese Frage klar beantwortet. Die aktuelle Studie des ifo-Instituts „Bildung hat Zukunft“ kommt zum Ergebnis, dass das Einkommen mit jedem höheren Bildungsabschluss steigt. Und zwar gerechnet über das gesamte Berufsleben. Ein Studium dauert zwar mehrere Jahre und kostet viel Geld. In der Summe rechnet es sich jedoch. Jede höhere Bildungsstufe, so die Forscher, bringt im Durchschnitt einen finanziellen Gewinn. Selbst eine gelernte Friseurin verdient mehr als eine Frau, die keine Ausbildung absolviert hat.

Starke Einkommensunterschiede

Die ifo-Studie belegt außerdem wissenschaftlich, was jeder beobachtet: Das Studienfach wirkt sich erheblich auf das Einkommen aus. Während Ärzte im Durschnitt sehr gut verdienen, kommen studierte Sozialarbeiter im Einzelfall nicht zwingend über das Lebenseinkommen eines Meisters mit einem gut laufenden Betrieb hinaus.

Bildung ist die beste Arbeitslosenversicherung

Bildung zahlt sich nicht nur in barer Münze aus. Das Risiko, arbeitslos zu werden, sinkt mit der Höhe des Abschlusses. Durchschnittlich 20 Prozent der Menschen ohne Berufsausbildung waren 2013, dem Zeitpunkt der ifo-Studie, ohne Job. Bei Uniabsolventen betrug die Quote lediglich 2,7 Prozent.

Fazit

Wem es ums Geldverdienen geht, sollte keiner an seiner Bildung sparen. Andererseits: Man kann alles durch die finanzielle Brille betrachten. Und jemandem zum Beispiel vom Studium der Sozialarbeit wegen des geringen Einkommens abzuraten wäre vermessen. Denn es gibt noch andere gute Gründe, sich für oder gegen ein Studium bzw. für oder gegen ein bestimmtes Studienfach zu entscheiden. Persönliches Interesse, Talent oder der Wunsch nach einem erfüllten Berufsleben sind Motive, die für den Einzelnen ebenfalls einen hohen Stellenwert haben können.

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